Ordination Dr. Dieter Michael Schmidt

<< zurück Antibakterielle Reinigungsmittel im Haushalt unnötig!

Die neuen Werbekampagnen der Hersteller von Wasch- und Reinigungsmittel stellt die antibakterielle Wirkung besonders hervor.
Aus Sicht der Umweltmedizin sind diese Zusätze nicht nur unnötig, sondern stellen auch eine deutliche Gefahr für die Gesundheit der Menschen und die Umwelt dar.
Herkömmliche Mittel und Scheuern, Reiben und Bürsten reichen aus, um die Verschmutzung auf ein unbedenkliches Niveau zu bringen. Die wichtigste Hygienemaßnahme ist das Händewaschen, gerade nach dem Toilettengang. Vorsicht in der Küche ist geboten beim Umgang mit leicht verderblichen Lebensmitteln wie rohes Fleisch, rohes Geflügel und Speisen mit Frischei.
Die natürliche Hautbesiedelung mit Bakterien wird bei der Anwendung empfindlich gestört, zudem können sich bei den Hautbakterien Resistenzen bilden, so dass die später eventuell notwendige Therapie mit Antibiotika versagen könnte. Gegen die viel häufiger Entzündungen hervorrufenden Viren sind die Mittel ohnehin völlig wirkungslos.
Die am meisten verwendeten Mittel sind Triclosan und quartäre Amoniumbasen, beide erzeugen Allergien.
Vollkommen sinnlos aber sind diese Reinigungsmittel aus der Sicht der „echten“ Desinfektion: die Konzentrationen und Einwirkungszeiten sind viel zu gering, um den Effekt zu erzielen, den die Werbung verspricht.
Ein entscheidender Nachteil ist auch die Zerstörung wichtiger Bakterien in den biologischen Kläranlagen, die dort die Hauptarbeit der Aufbereitung der Abwässer vollbringen.

Quelle: Franz Daschner, Institut für Umweltmedizin, Klinikum Freiburg
UBA Deutschland, Robert-Koch-Institut Berlin

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