Ordination Dr. Dieter Michael Schmidt

17. 03. 2004

Seminar Wasser

Bericht aus Innsbruck von der Leitung des Seminars Umweltmedizin am 13. März 2004:

Auf Einladung der Akademie der Ärzte habe ich das zweite Seminar Umweltmedizin mit dem Generalthema „Wasser“ geleitet. Unser Kurs weckt mittlerweile europäisches Interesse, es waren Kollegen aus England und Deutschland da.

Es gibt auch immer wieder Neuigkeiten, hier einfach aufgeschrieben:

- Bei Bäderhygiene geht es um einen Markt von etwa vier Milliarden Euro in Österreich

- Man sollte Hotel- und kommunale Bäder viel mehr für Therapiezwecke öffnen, außerhalb der üblichen Badezeiten, für Rehabilitation, Behinderte

- Noch immer gibt es europaweit viel zu viele Bleirohre in der Trinkwasserversorgung

- Das österreichische ist seit 26 Jahren in Kraft und dient anderen europäischen Staaten, auch den neu hinzu kommenden als Vorbild

- Stand der Technik bei Bädern ist die allseitige Überlaufrinne, alles andere ist schwacher Kompromiss, besonders Felsen oder andere Events in einem Schwimmbad

- Das Prinzip lautet: Dreck raus – in die Überlaufrinne und den Filter, Chlor rein – mit mindestens 0,2 mg/m? und höchstens 0,3 mg/m?, wenn es nach Chlor riecht, so sind das Chlorverbindungen, also Chlor plus Dreck

- Werbung mit Reinigung des Olympiabades beeindrucken wenig, da ja dort nur wenig Athleten täglich hineindürfen, Kriterium sind Bäder mit einigen tausend Gästen pro Tag

Am Abend besuchte ich mein Stammcafe aus der Studentenzeit, das Cafe Central, sonst hat sich Innsbruck aus einer biederen Provinzstadt in eine recht ansehnliche Metropole entwickelt, viel gläserne Architektur, moderne Passagen, fußgänger-freundliche Innenstadt und vorbildliche Radwege. Sehr eindrucksvoll ist der neue Bahnhof, er versetzt den Reisenden in eine Weltstadt.




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