Ordination Dr. Dieter Michael Schmidt

26. 11. 2003

Patient Straßenverkehr

Patient Straßenverkehr

Patient Straßenverkehr

Bericht von der 11. Jahresfortbildung der Österreichischen Ärztekammer, Referat Umweltmedizin,

am 21.11.2003 in Wien:

Thema war die gesundheitliche Bedeutung des Straßenverkehrs.

Universitätsprofessor Dr. Manfred Neuberger von der Universität Wien, Institut für Umwelthygiene, berichtete, dass die Verbesserung des einzelnen Autos durch die Zunahme der Anzahl klar wettgemacht wurde, dass der Feinstaub und die Stickoxide nach wie vor große Probleme bereiten. Bei Kindern bleibt das Lungenwachstum zurück, bei Erwachsenen gibt es mehr Lungenkrebs. Die Hauptsschadstoffe stammen derzeit aus dem motorisierten Verkehr und vom Passivrauchen. Die am Arbeitsplatz zugelassenen Konzentrationen der Feinstäube, der PM-10-Partikel, sind eine nationale Schande, meinte Prof. Dr. Neuberger.

Dr. , unser stets auch das letzte Detail wissender Referent, stellte eigene und neueste Studien vor. Die Frage: „Wo bleibt die Politik“ konnte er auch nicht beantworten, die steuerliche Begünstigung des Diesels ist mit nichts zu begründen. Überhaupt verursacht der Straßenverkehr durch Todesfälle, Unfälle, Krankheitstage, Asthma bei Kindern etc deutlich mehr Kosten für die Volkswirtschaft, als diese bei diesem Titel einnimmt.

Spannend der letzte Vortrag von Prof. Dr. Stefan Hausberger von der TU Graz über den Weg zum gesundheitsverträglichen Kraftfahrzeug. Bereits die Typenprüfung zeigt, selbst in den modernsten Fassungen EURO 3 und 4, einige Mängel, bildet jedenfalls nicht die Realität ab und kann sich gewaltig irren. Er bestätigte das Problem der Emissionen Stickoxide und Partikel aus dem Straßenverkehr. Vor Nachrüstungen der Diesel-PKW mit Partikelfiltern warnt der Professor, rät aber dringend zur gesetzlichen Filterpflicht, da der Markt, also der Konsument, das nicht von sich aus fordert. Am Nachmittag konnten wir die Firma Magna-Steyr besichtigen, über 400 Luxusautos pro Tag, wer die alle kauft! Wie im Modellbau geht es zu, aber ungeheuer raffiniert gesteuert, computer-kontrolliert und durch-organisiert, das flößt schon Respekt ein.

Dass ich, auf dem Weg nach Wien, um meine Tochter zu besuchen, den Univ. Prof. Dr. Neuberger chauffieren durfte, war meinem unmäßigen Gefühl der Wichtigkeit leider wieder eine weitere Nahrung.




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