Ordination Dr. Dieter Michael Schmidt

25. 09. 2003

Die behindertengerechte Ordination

Die behindertengerechte Ordination
Nach einer Umfrage der Kärntner Gebietskrankenkasse haben wir unsere Ordination durchleuchtet, ob sie für behinderte Patienten geeignet wäre. Bereits bei der Planung 1987 hatte ich den Architekten Mag. Eberhard Klaura gebeten, diese Dinge zu berücksichtigen. Damals war eine Türbreite von 80 cm ausreichend, nun werden 85 cm gefordert, wir sind hier also zu schmal. Allerdings reicht es für Tragen des Roten Kreuzes und für die meisten Rollstühle. Das WC ist sicher viel zu klein, das Problem beheben wir mit kurzen Wartezeiten für Rollstuhlpatienten und dem neuen Parkplatz direkt vor der Eingangstür.

Die Umfrage ist eine ausgezeichnete Idee, weckt sie doch ein Interesse für die Bedürfnisse dieser Patienten, die man nicht nur mit Architektur, sondern auch mit dem Herzen erfüllen könnte.

Ein alter Wunsch kommt mir dabei in Erinnerung: ob es möglich wäre, dass der gesamte Gemeinderat in Eberndorf und auch sonst überall seine Ortszentren begehen könnte, als Behinderte mit Rollstuhl oder Stützkrücken, als Kinder mit Schultasche, als Mütter mit Kinderwagen und Regenschirm und nicht zuletzt als alte, reaktionsarme und furchtsame Menschen. Die Erfahrungen bei so einem Rundgang sollten doch in bauliche Veränderungen münden und so die Orte für Fußgänger und viele zwischenmenschliche Begegnungen freundlicher gestalten.




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