Ordination Dr. Dieter Michael Schmidt

02.06.2002

Die Einführung des Computers in der Ordination

Die Einführung des Computers in der Ordination

Die Einführung des Computers in der Ordination

Der Nationalrat hat beschlossen, dass die Abrechungen der Kassenärzte mit einem Datenträger zu erfolgen hat. Das bedeutet, da die Vergabe der Krankenscheine an Abrechnungsfirmen wegen noch höherer Kosten ausscheidet, die zwangsweise Anschaffung von EDV in der Kassenpraxis. Die Kosten für meine Ordination sind derzeit ca. 6000 EURO für die Hardware, das gleiche für die Software und etliche weitere für den Elektriker und Tischler. Jährliche Kosten werden auf 4-5000 EURO geschätzt, nach fünf oder sechs Jahren soll einiges veraltet sein und würde erneuert.

So wird also das Unternehmen Ordination 11.000 EURO investieren, ohne dafür in irgendeiner Weise die Preise erhöhen zu können oder andere Kosten einzusparen. Wie soll das gehen? Nun, es wird ein Kredit aufgenommen und das Betriebsergebnis muss die Tilgung schaffen, es wird so noch mindestens bis zu meiner Pension – in 15 Jahren – dauern, bis hoffentlich alles zurück gezahlt ist.

Vorteile haben die Krankenkassen, sie könnten rascher und einfacher abrechnen. (Ob da Personal eingespart werden könnte?)

Vorteile habe ich auch, weil Rezepte und Überweisungen schneller geschrieben sind, auch Abrechnungen, Statistiken, Termine, Bestätigungen gehen bequemer und rascher (hat bis jetzt aber auch ganz gut geklappt).

Nachteile haben die Patienten. Aus Zeitgründen muss ich in Zukunft mehr auf den Bildschirm als in das Gesicht des Patienten schauen. Es wird leider apparativer und etwas unpersönlicher. Zu Beginn werden längere Wartezeiten entstehen, für die ich schon um Geduld bitte, es müssen alle Stammdaten eingegeben werden, später sollte es flott laufen.




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