Ordination Dr. Dieter Michael Schmidt

16.02.2007

Mit dem Prius voll im Trend!

Mit dem Prius voll im Trend!
Das schreibt heute meine Lieblingszeitung, die "Kleine":

Die Luft wird dünn für dicke Brummer.

In der erhitzten Diskussion um den Klimaschutz kommt die Automobilindustrie unter Druck wie nie zuvor. Die smarten Kleinen stehen zwar fein da, für dicke Autos aber brechen schwere Zeiten an.

Musste man sich noch bis vor kurzem Sorgen machen um die Zukunft von Smart, mutiert der Mercedes-Bonsai jetzt mit einem Schlag zum absoluten Umwelt-Star. Mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 3,4 Liter Diesel auf 100 Kilometer und einem Emissionswert von 90 Gramm pro Kilometer legt der Zweisitzer eine blitzsaubere Bilanz und lässt im Ranking sogar den viel gepriesenen Toyota Prius Hybrid hinter sich.

Man sieht: Aus Zwergen werden Riesen, wenn die Zeit passt. Andererseits muss jetzt so mancher Riese fürchten, unter die Räder zu kommen. Mit der verpflichtenden Forderung der EU-Kommission an die Autobauer, bis 2010 den Ausstoß des gefährlichen Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) auf durchschnittlich 130 Gramm je Kilometer bei Neuwagen zu senken, werden die Karten in der Branche möglicherweise neu gemischt.

Warnungen

Obwohl die Abgasauflage als Kompromiss zu sehen ist (die EU wollte ursprünglich bei den Motoren einen Grenzwert von 120 Gramm, holt sich die fehlenden Gramm aber durch Verbesserungen bei Reifen, Klimaanlagen und dem Einsatz von Biosprit), gehen die Wogen hoch. Autohersteller sprechen von gefährdeten Arbeitsplätzen und drohen mit Preiserhöhungen: Sie stellen zusätzliche Herstellungskosten von bis zu 3000 Euro pro Fahrzeug in Aussicht und warnen, dass Neuwagen im Schnitt um 1500 Euro teurer werden könnten. Die EU-Kommission hält dagegen, dass durch die bessere Motorentechnik neben dem Kohlendioxid-Ausstoß auch der Benzinverbrauch reduziert würde und der Konsument schlussendlich so die Mehrkosten "einfahren" könnte.

Herausforderung

Derzeit kommen in der EU durchschnittlich 163 Gramm aus dem Auspuff eines Neuwagens. Für Hersteller wie Fiat oder Citroen, die auf Kleinwagen spezialisiert sind, wird die CO2-Diät kein großes Thema sein. Auch Massenhersteller wie VW werden den Ausstoß ihrer Flotte dank moderner Diesel unter diesen Wert drücken können. Mehr Probleme könnten Premiumhersteller bekommen, vor allem aber Marken wie Porsche, wo man auf eine faire Lösung pocht. Die geforderten Grenzwerte schaffen derzeit gerade mal zwei Dutzend Kleinwagen, die aktuellen Kompakten liegen bereits drüber. Ganz zu schweigen von den SUV, den schweren Limousinen und den Flitzern ? la Lamborghini.


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