Ordination Dr. Dieter Michael Schmidt

21.10.2006

Osteoporose und Selbsthilfe

Osteoporose und Selbsthilfe
20.10.2006

Selbsthilfe für Knochen-Kranke

Osteoporose oder Knochenschwund ist eine weit verbreitete Krankheit. In Eberndorf soll am Montag eine Selbsthilfegruppe gegründet werden.

INGRID BRACHMAYER

Heute ist Welt-Osteoporose-Tag. 700.000 Österreicher leiden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation an Knochenschwund, der den Verlust von Knochen, Brüche und schlimme Schmerzen mit sich bringt. "Auch im Bezirk Völkermarkt gibt es sehr viele Betroffene", weiß Gerlinde Preschern.

Sie selbst leidet an der Krankheit und hat versucht, in Völkermarkt eine Selbsthilfegruppe ins Leben zu rufen. "Wir haben uns ein ganzes Jahr lang zum Informations- und Erfahrungsaustausch getroffen." Das Zustandekommen der Gruppe sei aber letztendlich gescheitert, weil sich niemand für die Leitung gefunden habe. Gemeinsam mit Vorsorgemediziner Dieter Schmidt versucht Preschern jetzt in Eberndorf eine Gruppe zu gründen. Schmidt: "Die ist wichtig, denn aktive Patienten sind gerade bei diesem Krankheitsbild besser als passive."

Unterschätzte Krankheit

Der Gründungs-Auftakt erfolgt am kommenden Montag, ab 18.30 Uhr, im Trauungssaal des Stiftes Eberndorf. Dort werden Kurt Weber, Osteoporose-Spezialist an der Grazer Universitätsklinik, und Gabriele Suppan von der "Aktion gesunde Knochen" über die unterschätzte Krankheit referieren. "Osteoporose kann man entgegenwirken. Wichtig sind dabei aber eine möglichst frühzeitige Erkennung und eine konsequente Therapie", sagt Suppan.

Auch jüngere Menschen können an Knochenschwund erkranken. "Die Prävention muss in der Jugend ansetzen. Den Kindern sollte schon in der Schule die richtige Haltung beigebracht werden", so Preschern. Die Krankheit fange meist mit Rückenschmerzen an. Andere Merkmale sind Schmerzattacken an der Wirbelsäule, eine vermehrte Faltenbildung am Rücken und eine zunehmende Vorwölbung des Bauches ohne Gewichtszunahme.

Schmidt empfiehlt tägliche Bewegung. Bei der Ernährung setzt er auf eine Mischung aus Kohlehydraten, Fetten, Eiweißen und Vitaminen - und auf kalziumreiche Kost. "Milchprodukte sind der beste Kalziumlieferant", sagt Preschern. Aber: "Nicht Milch in großen Mengen auf einmal trinken, sondern lieber mehrmals täglich!" Zu vermeiden seien so genannte Kalziumräuber, wie Nikotin, übermäßiger Alkoholkonsum und zuckerhältige Getränke. Preschern: "Ist man einmal an Osteoporose erkrankt, sollte die Bewegungstherapie nur unter Fachaufsicht erfolgen."


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