Ordination Dr. Dieter Michael Schmidt

Tipps für Bergtouren und Bergausflüge

Was passiert körperlich bei Höhenunterschieden?

Durch den geringeren Sauerstoffgehalt bilden sich mehr rote Blutkörperchen, das Blut wird dicker, die Versorgung mit Sauerstoff ist deutlich eingeschränkt. Man muss zum Ausgleich schneller atmen und die Leistung und die Konzentration sinken.

Welche Regeln gibt es?

- Nicht zu schnell zu hoch steigen.

- Keine Anstrengungen in der Anpassungsphase.

- Möglichst tiefe Schlafhöhe.

- Viel trinken, möglichst leicht gezuckerten Tee, Elektrolytgetränke, aber niemals Alkohol!

- Bei Kopfschmerzen oder Reizhusten absteigen und sich erst erholen.

Diese Regeln gelten für Bergwanderer und Bergsteiger, viel mehr aber für alle, die mit dem Auto oder Omnibus oder mit der Seilbahn rasch in große Höhen kommen wollen. Diese Menschen haben viel zu wenig Zeit zur Anpassung, der Organismus wird überfordert und es kann zu ernsten Erkrankungen kommen. Außerdem muss man die Höhendifferenzen addieren, also sind es beispielsweise von Eberndorf auf den Seebergsattel hinauf 800 m Differenz, hinunter wieder 800 m , das sind 1600 m an einem Tag!

Besonders ältere Menschen, die es zu Fuß nicht schaffen würden, einen Berg zu ersteigen, möchten dennoch gerne Bergausflüge unternehmen und verlangen dann von ihrem Körper Anpassungsleistungen, die er unmöglich erbringt.

Für sie gilt:

- Langsam höher gelangen, öfter aussteigen, herumgehen, Muskeln dehnen, jeden Park- und Aussichtsplatz nützen.

- Viel trinken, schon vorher, ja kein Alkohol: er enthemmt und verschärft die Situation, indem man die Warnzeichen nicht erkennt.

- Warnzeichen sind Atemnot, Kopfschmerzen, Reizhusten, Schwellung der Beine: dann sofort wieder hinunter!

Mit diesen Tipps,

"Berg Heil !!"

und:

"Wer schneller steigt als ein Ochs, ist ein Ochs!"




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